Duftender Frühlingsbote #2: „La Panthère“ von Cartier

La Panthère Cartier

Eine Grand Dame in Gestalt eines Panthers: La Panthère von Cartier

So wie die Maison Cartier in Sachen Schmuck für teils üppige Colliers und Diademe steht, steht sie in Sachen Parfüms für tendenziell schwere, voluminöse Düfte. Und so überrascht es kaum, dass es sich bei der Parfumneuheit dieses Frühjahr ebenfalls um einen vollen, reifen Duft handelt. Den geheimnisvollen Namen „La Panthère“, benannt nach dem Markenzeichen der Maison, trägt das Parfum. Doch entgegen der Annahme, dass „La Panthère“ wie das gleichnamige Tier agil und leichtfüßig anmutet, ist es eher die Eleganz der Raubkatze, die das Parfum verströmt. Die Duftneuheit von Cartier ist eine Grand Madame in Gestalt eines Panthers.

La Panthère: Oper statt Office

Die erste Assoziation, die ich habe: Der Duft einer älteren Frau. Aber nicht im Sinne von 4711 Kölnisch Wasser oder Lavendelöl. Man stellt sich eine feine Dame, in Pelz gehüllt, mit schwerem Schmuck um den Hals auf dem Weg zur Oper vor, wenn man Cartier „La Panthère“ das erste mal riecht. Je mehr sich der Duft entwickelt, desto mehr festigt sich diese Assoziation. „La Panthère“ ist Oper statt Office, Collier statt Kettchen.

Das Geheimnis? Ein Cyhpre

„Schuld“ daran sind Gardenie und Moschus in erster Linie. Was ich aber wirklich besonders an „La Panthère“ finde, ist die Tatsache, dass die Duftkombination ein Chypre ist. Im Parfumhandwerk handelt es sich dabei um eine Klassifizierung, in der die Kopfnote aus Zitrusölen besteht und dementsprechend frisch ist, die Herznote blumig und die Basisnote holzig ist.

So wie es bei den meisten schweren Düften der Fall ist, muss das Parfum gefallen – oder eben nicht. Was besonders bei „La Panthère“ auffällt: Während der Duft am Handgelenk meiner Kollegin eher pudrig-anmutig riecht, wirkt er bei mir holzig-träge. Wir wissen, dass jeder Duft an verschiedenen Menschen anders riecht. Dennoch ist es in diesem Falle besonders prägnant: „La Panthère“ ist ohne Frage ein luxuriöser, aber deutlich typbedingter Duft.

La Panthère von Cartier ist Luxus im Flakon

Was wohl jedem an „La Panthère“ gefallen wird, ist der Flakon mit dem goldenen Verschluss. Massiv und schwer liegt er in der Hand. Im Inneren strahlt einem ein geschliffener Panther-Kopf entgegen. Faszinierend und bisher nicht dagewesen. Einmal mehr stellt Cartier mit diesem Flakon unter Beweis, dass die Maison den Luxus verinnerlicht hat.

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