Ein Besuch im Club Olympus Spa & Fitness

Der 15-Meter-Pool im Club Olympus Spa & Fitness I'm Grand Hyatt in Berlin. Der Ausblick ist gigantisch. Foto: Grand Hyatt Berlin

Der 15-Meter-Pool im Club Olympus Spa & Fitness I’m Grand Hyatt in Berlin. Der Ausblick ist gigantisch. Foto: Grand Hyatt Berlin

Hach ja, manchmal ist der Job einer Beautybloggerin nicht der schlechteste. Schon oft las ich vom Club Olympus Spa & Fitness im Grand Hyatt in Berlin und nun wollte ich mich endlich mal selbst davon überzeugen, ob es nun wirklich das beste Day Spa Deutschlands ist und beschloss, dem Club Olympus einen Besuch abzustatten. Ich hatte Glück und erwischte ausgerechnet einen dieser grauen November-Tage. Der Himmel, eine dicke, trübe Suppe, hing tief über Berlin und eine klamm-feuchte Kälte krabbelte die Hosenbeine hoch. Es war genau der richtige Tag für ein bisschen Wellness.

Die Außenterrasse des Club Olympus Spa& Fitness. Foto: Grand Hyatt Berlin

Die Außenterrasse des Club Olympus Spa & Fitness. Foto: Grand Hyatt Berlin

Ein bisschen? Das ist maßlos untertrieben, denn was mich im Club Olympus Spa & Fitness erwartete war die Entspannung pur. Zunächst bekam ich eine kleine Führung. Das Spa, das es seit der Hoteleröffnung 1998 gibt, liegt im 8. Stock des Grand Hyatt. Dementsprechend fantastisch ist der Ausblick von hier aus. „Die meisten Spas liegen ja bei vielen Hotels eher in den Untergeschossen“, erklärte mir Viola Molzen, Marketing Communications Manager im Grand Hyatt Berlin, während wir im großen Außenbereich flanieren, der auch an einem muffeligen November-Tag schön ist. Der fantastische 360-Grad-Ausblick über Berlin ist insofern ein Alleinstellungsmerkmal der Berliner Day Spas. Über zwei Ebenen erstreckt sich der Club Olympus Spa & Fitness. Hier befindet sich ein funktionaler aber mit großen Panoramafenstern ausgestatteter Fitnessbereich, ein Schwimmbad mit 15-Meter-Bahn, mehrere Behandlungsräume, Sauna, Dampfbad, Solarium und Jacuzzi. Das Interieur ist recht geradlinig und mit viel Holz ausgestattet. Braun und dunkle Töne dominieren, das sorgt einerseits für Wärme, andererseits wirkt zumindest der Teppichboden ein wenig Retro. Dennoch: Das Spa ist – nicht zuletzt dank der verwinkelten Struktur – unendlich schick und sehr gemütlich zugleich.

Rockstars in der Dampfsauna

Bademantel, Schlappen, Handtücher, Duschbad, Shampoo, Kamm oder Deo – alles ist da und man muss an nur wenige Dinge selbst denken, wenn man dem Club Olympus einen Besuch abstattet. Das Spa hat in etwa 200 Mitglieder, viele kommen aus Berlin und Umgebung. Die Hotelgäste können das Spa mitbenutzen, überfüllt ist es hier jedoch nie so wirklich. Das liegt nicht zuletzt an den angenehmen Öffnungszeiten von 6 bis 23 Uhr. Dadurch, dass nicht selten Prominente im Grand Hyatt einchecken, kommt es auch vor, dass der eine oder andere Star einem über den Weg läuft. Das zumindest ist mir passiert. Ich saß mit einigen Mitgliedern einer amerikanischen Rockband in der Dampfsauna. Das klingt etwas abgefahren, ist aber wirklich so passiert. Man kam ins Gespräch, nur mit einem Handtuch enthüllt, warum auch nicht. Wir unterhielten uns über die deutsche Sprache, über Hamburg und Berlin und Stuttgart und die Frage danach, ob man eher ein Küsten- oder ein Bergtyp ist.

Ganz neu im Club Olympus Spa & Fitness: Ligne St. Barth

Allein ein ausgiebige Schwimmpartie im großen Pool mit Blick über Berlin entspannt die Sinne. Noch entspannender ist aber ein Signature Facial (und wahrscheinlich jede andere Anwendung im Club Olympus). Erst kürzlich wurde die wunderbare Ligne St. Barth im Spa eingeführt. Ligne St. Barth, das wissen aufmerksame Leser bereits von meinem Besuch im Aspria Berlin, wurde einst von einer Deutschen erfunden und ist inspiriert an dem karibischen Paradies St. Barth. Karibisch mutet die Linie nicht nur vom Packaging ab (angelehnt an eine Rumflasche), sondern auch von den Düften. Banane, Papaya, Mango, Ananas – meine Kosmetikerin Linda Günther, die mit ihrer fröhlichen, liebenswürdigen und gleichzeitig unaufgeregten Art ganz wunderbar angenehm ist, schickt mich bei dem Treatment auf eine Duftreise. Alle Produkte von Ligne St. Barth sind pflanzlich, alle riechen intensiv nach einer anderen Frucht. Sogar Duftkerzen gibt es, die exklusiv in Club Olympus Spa & Fitness erhätlich ist.

Das Signature Facial mit der Ligne St. Barth

Ligne St. Barth wird erst seit Kurzem für die feinen Treatments verwendet. Foto: Grand Hyatt Berlin.

Ligne St. Barth wird erst seit Kurzem für die feinen Treatments verwendet. Foto: Grand Hyatt Berlin.

Jede Ligne St. Barth-Anwendung beginnt mit einer „Ouanalao Serenity“-Vorbereitung. Diese Zeremonie sorgt dafür, dass man schneller und tiefer entspannt, um die eigentlich Behandlung noch intensiver wahrnehmen zu können. Ob das nun wirklich stimmt oder einfach zum Gesamt-Packaging gehört, das sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, die Vorbereitung, die darauf basiert, sanften Druck auf einige Punkte meines Körpers auszuüben und mich leicht „durchschüttelt“, war sehr angenehm. Daraufhin folgte die Reinigung, bevor ich das wunderbare, enzymatische wirkende Papaya-Peeling erhielt. Selten hatte ich so große Gelüste auf einen Frucht-Cocktail (und das hat was zu heißen, denn ich bin eher der Wein-Trinker). Im Anschluss folgte eine lange Gesichts- und Dekolleté-Massage mit einer eigens dafür angerührten Lotion bestehend aus Aloe-Vera- und Avocado-Creme sowie Mangobutter. Lindas Hände sind warm und weich, haben aber auch eine gewisse Stärke und Druck – sehr angenehm. Zudem wurde ich mit einer Tiaré-Lotion eingecremt. Tiaré ist eine Pflanze mit weißen, stark duftenden Blüten, die auf der Insel St. Barth in Hülle und Fülle blühen und gedeihen. Ein betörendes Produkt, das ich am liebsten mit Heim genommen hätte. Besonders gut hat mir die Maske gefallen. Ananas für die T-Zone gegen ölige Haut, Passionsfrucht für meine Wangenpartie, gegen trockene Haut. Mit einem Pinsel wurde mir die kühle Maske aufgetragen, als ich ruhte, gab mir Linda noch eine angenehme Handmassage mit (na, was fehlt noch an Früchten?) einer Bananenhandcreme. Nachdem mir noch eine Pflege aufgetragen wurde, reichte Linda mir einen köstlichen, süßen Apfeltee und ich konnte mich zurückziehen und etwas lesen. Ich duftete wie ein Obstkorb, hatte butterweiche Haut und las bei einem Tee Kruso von Lutz Seiler. Kurzum: Es war der perfekte Tag.

Zugegeben: Ganz günstig ist der Mitgliederbeitrag im Club Olympus Spa & Fitness nicht: Eine Einzelmitgliedschaft kostet 1.900 Euro für 12 Monate, die einmalige Aufnahmegebühr liegt bei 255 Euro. Aber man kann auch nur ein Tagesmitgliedschaft buchen, die kostet dann nur 70 Euro oder, sofern man noch ein 60-minütiges Treatment dazu gebucht hat, faire 30 Euro. Das perfekte Weihnachtsgeschenk, oder nicht…?

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