Ausprobiert! | Kryolipolyse bei ICE AESTHETIC – Das Fett wegfrieren?

Leute, Leute –  In der Beauty-Branche gibt’s Sachen, von denen glaubt man gar nicht, dass die funktionieren können. Zum Beispiel mit Dermarollern die Unreinheiten wegrollen. Oder mit Eigenblut gegen die Hautalterung kämpfen. Eine dieser abgefahren klingenden Schönheitsbehandlungen ist die Kryolipolyse (oder Coolsculpting genannt). Sprich: Hier werden die Fettzellen mit Kälte behandelt. Danach sollen diese quasi „einfach wegschmelzen“. Ohne Sport und ohne Skalpell oder Nadel. Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Fand ich auch! Deswegen habe ich die Kryolipolyse ausprobiert – und zwar bei den Jungs von ICE AESTHETIC. Die sind nämlich in Deutschland Pioniere auf dem Gebiet. Und wenn ich schon mein Fett wegkriege, dann doch auf jeden Fall von den besten…

An einem stürmisch-regnerischen Donnerstagnachmittag machen meine Freundin Lea und ich uns auf den Weg zu ICE AESTHETIC in die Uhlandstraße, unweit des Kurfürstendamms. Die Praxis ist quasi der „Flagship Store“ des von Claudio Gasperi und Dr. Aaron W. Baur gegründeten Unternehmens. Die beiden entwickelten eine Art Lizenzpartnermodell, mit dem sie die Behandlung auch anderen, medizinisch qualifizierten Partnern als Geschäftskundenkonzept anbieten können. „Ärzte bekommen so quasi schlüsselfertig alles, was sie für den Betrieb der ICE AESTHETIC Kryolipolyse an ihrem Standort benötigen aus einer Hand, inklusive Website, Printmaterialien, Schulung der Mitarbeiter, Service und Wartung des Equipments. Und durch unsere Marketingaktivitäten auch regelmäßig Kunden“, erklärt Claudio im Interview mit THE FREQUENT TRAVELLER. Sprich: man kann sich mittlerweile deutschlandweit sowie in Österreich, der Schweiz und Spanien mit Hilfe der Kryolipolyse-Therapie von ICE AESTHETIC behandeln lassen. Man muss nicht zwangsweise in Berlin dafür sein. Hier eine Übersicht aller Standorte.

Bei Risiken und Nebenwirkungen…frag Erik!

Zurück aber zu besagtem Donnerstagnachmittag. Wir werden von Erik Ortner empfangen. Der sympathische Institutsleiter war vor seiner Anstellung bei ICE AESTHETIC Sanitäter und kennt also all die Prozesse im Körper. Viel Zeit nimmt sich Erik erst einmal, um uns über den genauen Vorgang und alle möglichen Nachwirkungen aufzuklären. Ich verstehe, dass bei der Kryolipolyse die Fettzellen nicht direkt abgetötet werden, sondern nur ein  Prozess im Körper gestartet wird, bei dem die Fettzellen mit Kälte so gereizt werden, dass der Körper selbst den Zelltod einleitet. Der Körper hat im Anschluss die komplette Kontrolle über den Abbau und somit auch über das Ausmaß des Ergebnisses sowie die Geschwindigkeit.

Woher kommt die Kryolipolyse?

Doch wie kam man überhaupt darauf, Fettzellen einzufrieren? Tatsächlich gründet die Behandlung auf Forschungen aus den 1970er Jahren in den USA – und zwar basierend, nun ja, auf einer zufälligen Beobachtung. „Einerseits wurden bei Damen, die häufig Miniröcke trugen, Eindellungen an den Oberschenkeln festgestellt. Andererseits hatten Kinder, die viel Eis am Stiel lutschten, eben solche Eindellungen in den Wangen“, so Claudio. „Die Erkenntnis, dass Fettzellen stärker kälteempfindlich sind als andere Zelltypen, wurde in Folge dessen an der University of Harvard in Massachusetts weiter erforscht und gezielt zur Behandlung von unerwünschtem Körperfett eingesetzt. In den USA war die Behandlung seit 2007 verfügbar, in Deutschland seit ca. 2011.“

Kryolipolyse: Erst das Gespräch, dann die Behandlung

Bevor die eigentliche Behandlung los geht, werden wir erst einmal einer umfangreichen Anamnese unterzogen. Das ist wichtig, auch um Vertrauen zu schaffen und jegliche Nebenwirkungen auszuschließen. Allein des Gespräches und der Beratung wegen sollte man als Kunde oder Kundin genügend Zeit für einen Termin bei ICE AESTHETIC einberechnen. Denn mitsamt der Aufklärung und Abklärung aller offenen Fragen dauert so eine Kryolipolyse etwa zwei Stunden und 20 Minuten. Erik stellt uns allerlei Fragen zu unserem gesundheitlichen Zustand. Hautausschläge oder Ekzeme? Nö! Nabelbruch? Nö! Eine Narbe, die jünger als ein Jahr alt ist? Nö! Andere Krankheiten und Wehwechen? Auch nicht. Kurzum: Lea und ich sind kerngesund. Wunderbar, dann kann die Behandlung ja losgehen.

Ich werde gewogen, mein Körperfettanteil wird gemessen, ich werde fotografiert – von vorne wie von der Seite und die Partie, die behandelt werden soll (mein Unterbauch) wird von Erik genau noch einmal genauer untersucht. Zugegeben: Es gibt angenehmeres, als diesen Behandlungsschritt. Denn bekanntermaßen sind das die Informationen, die man nicht so gerne teilt. Und wie sich herausstellt, bin ich ziemlich unperfekt – ansonsten hätte ich die Behandlung ja auch gar nicht nötigt.

Dann nehme ich Platz im Nebenraum, auf einer ziemlich gemütlichen Liege. Erik legt noch einen Kälteschutz über die zu behandelnde Stelle. Dabei handelt es sich um ein Tuch, das in einem bestimmten Gel getränkt ist. So entstehen auch keine Kälteverbrennungen. Und dann wird auch schon der große Aufsatz auf meinen fiesen, kleinen Knubbelbauch gesetzt. Erik fragt ob ich bereit bin, und schon zieht der Aufsatz meine Haut und mein Fettgewebe an. Ein festes Vakuum entsteht, während gleichzeitig die angesaugte Stelle runtergekühlt wird. Die ersten zwanzig Minuten sind nicht gerade schön. Kälte ziept nun einmal, das Vakuum wiederum übt ordentlich Druck aus. Dann aber stellt sich langsam eine Betäubung ein. Ab einem gewissen Zeitpunkt spüre ich zumindest weniger als zuvor und kann mich meinen Emails widmen. Aber offenbar habe ich eine empfindliche Haut – denn Lea wiederum, die sich an der Hüfte behandeln lässt, verrät mir später, dass sie wahrlich gar nichts von der Behandlung gespürt hat. Es ist also eine Typfrage, wie angenehm die Kryolipolyse ist – oder eben nicht.

Etwa 70 Minuten muss man nun durchstehen. Das Gute: Bei ICE AESTHETIC hat man vorgesorgt. Entweder man kann sich auf einem Flatscreen Filme oder Serien über Amazon Prime anschauen, oder man nutzt die Zeit zum Arbeiten am Laptop. Denn WLAN ist selbstverständlich vorhanden. Auch Wasser oder Zeitschriften sind vor Ort. Zudem wird das Licht angenehm gedimmt. Ich für meinen Teil fühle mich ziemlich wohl!

Und funktioniert die Kryolipolyse nun wirklich?

„Wir können keine genauen Vorhersagen machen, wie das Endergebnis aussehen wird“, erklärt Erik. Tatsache aber ist, dass die Kunden von ICE AESTHETIC zu 95 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden sind. Und das kann man wissenschaftlich sogar begründen. Warum? Das erklärt Erik: „Wir werden mit einer gewissen Anzahl von Zellen geboren. Die ändert sich nicht im Laufe des Lebens, der Körper vermehrt keine Fettzellen. Wenn man abnimmt, verringert man nicht die Anzahl der Zellen, man verringert lediglich das Volumen derer.“ Laut wissenschaftlichen Studien kann die die Kryolipolyse wohl bereits nach einer erfolgreichen Behandlung in dem behandelten Areal die Anzahl der Fettzellen um ca. 20 bis 30 Prozent verringern Und wenn man sich die Bilder der bereits behandelten Kunden und Kundinnen anschaut, dann ist man nachhaltig beeindruckt, wie deutlich sich die Auswirkungen der Kryolipolyse zeigen können.

Kryolipolyse: Meine Erfahrungen

Die Zahlen, Fakten und Bilder sprechen also für sich. Doch wie sieht es mit meinen Erfahrungen aus? Nach 70 Minuten Fett einfrieren ist erst einmal alles vorbei. Meine behandelte Bauchpartie ist tiefgekühlt und muss nun langsam wieder aufwachen. Anders als bei den meisten Anbietern verwendet ICE AESTHETIC im Nachgang die Stoßwelle (auch Shockwave genannt) um den kristallisierten Fettzellen den letzten „Stoß“ zu geben. „Die Stoßwelle wird von den Kunden als wesentlich angenehmer empfunden als eine herkömmliche Massage an der behandelten Stelle“, so Erik.

Alsbald das Blut in den Bauch strömt, kehrt auch das unangenehme Ziepen und Zerren wieder zurück. Das dauert glücklicherweise aber keine fünf Minuten an. Danach bin ich kaum mehr eingeschränkt. Die Partie ist zwar noch einige Tage danach etwas empfindlich und stellenweise leicht betäubt, aber ich kann mich wunderbar bewegen. Auch Sport ist drin.

Und nun heißt es warten: Denn nun müssen die von der Kälte gereizten Fettzellen erst einmal absterben um im Anschluss von den körpereigenen Fresszellen abgetragen zu werden. Das Ganze ist ein natürlicher körperlicher Prozess: Man spricht von sogenannten Phagozyten, das sind besondere Zelltypen, die andere abgestorbene Zellen, darunter Fettzellen, eliminieren. Das dauert etwa sechs bis acht Wochen.

Bis dahin ist es ratsam, dass ich von Nikotin, Alkohol und Schmerzmitteln bestenfalls die Finger lasse. Auch unkontrolliert Futtern sollte ich unterlassen. So viel ist klar: Wer sich nach der Behandlung viel bewegt und sehr gesund isst, wird seine Ergebnisse verbessern. Ob mir das alles gelingt? Das erfahrt ihr dann in ein paar Wochen! Versprochen!

 

 

Hinweis der Redaktion: Empfohlen für ein optimales Ergebnis sind im Übrigen zwei Behandlungen. Wir haben uns erst einmal für eine Behandlung entschieden (Kostenpunkt 390 Euro) – zum Ausprobieren. Sollte ich aber in den nächsten vier Wochen schon eine Veränderung wahrnehmen, werde ich definitiv eine zweite Behandlung machen. Auch, weil die zweite Behandlung erheblich günstiger ist.

 

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